Rahel in Paris
Ausflugsziele & Erlebnisse

Der Geist einer Stadt

Während meiner ersten Reise nach Paris habe ich mich in diese lebendige Stadt verliebt. Diese Stadt, in der jede Ecke eine neue Geschichte erzählt, Geschichten von längst vergangenen Zeiten oder von der Nacht zuvor. Sie lebt, la ville de l’amour!

Okay, es war meinen zweite Reise, in der ich mich so sehr in diese Stadt verliebte. Denn meine erste Reise unternahm ich Jahre zuvor mit meiner Abschlussklasse und diese war dann eher chaotisch als romantisch. Doch bereits da blieb mir Paris in guter Erinnerung.

Wie ich Paris erlebe

In Paris liebe ich es, stundenlang durch die Strassen, den Boulevards entlang, durch die Jardins und über die Plätze der Stadt zu schlendern. Denn so kann man am besten die wunderbaren Häuserzeilen bestaunen, mit ihren hohen Räumen, grossen Fenstern und ihren kleinen Balkons. Mir gefallen die oberen zwei Stockwerke dieser stolzen Stadthäuser am besten und ich überlege mir stets, wie diese Räume wohl von innen aussehen, wer da wohnt und wie sie eingerichtet sind.

Schönheit entdecken

Dann liebe ich die kleinen und grossen Plätze, die überall in der Stadt verteilt sind und die zum Verweilen und Durchatmen einladen. Die imposanten Plätze sieht man oft schon von weitem, während sich die kleinen, ruhigen Fleckchen meist zwischen den Häuserzeilen verbergen, fast so, als wollten sie, dass man sie findet und ihre Schönheit entdeckt.

Faszinierend finde ich auch, dass eine simple Strassenecke zu einem Plätzchen werden kann. Eine Strassenecke, die gesäumt wird von einem Blumenbeet und zwei, drei grossen Bäumen und schon halten die Menschen inne, sie verweilen, man trifft sich. Und wie im Frühling die Blätter an den Ästen der Bäume spriessen, so erwacht das Leben an jener Ecke, mitten in der Stadt, mitten im Verkehr, mitten im Geschehen.

Wechselspiel

Auch die vielen Bistros, Cafés und Restaurants leisten ihren Beitrag am städtischen Leben. So sitzt man draussen in Paris, auch wenn es die Temperaturen noch nicht so recht zulassen. Man nimmt Platz an den für Paris so typischen Bistro-Tischchen und macht es sich bequem auf den dicht aneinander gereihten, geflochtenen Korbstühlen, die alle hin zur Strasse zeigen. Sie stehen nicht versteckt da und wenden sich störrisch ab, nein, sie geben sich einladenden und offen. Und damit verschmilzt das Drinnen mit dem Draussen. Die Bistros beleben die Strassen und die Strassen beleben die Bistros.

In Basel stirbt die Vielfalt

All das vermisse ich in Basel. Diese Lebhaftigkeit. Diese Vielfalt. Die jede grosse Stadt auszeichnet und prägt. Mit immer mehr Auflagen wird dem Leben und der Vielfalt in Basel mit aller Gewalt die Luft zum atmen genommen. Öffnungszeiten werden beschränkt, das Leben auf den Boulevards wird beschränkt, Verkehr wird beschränkt, Ideen werden beschränk. So liegt dieser schillernde, pulsierende Geist einer Grossstadt mit seinen vielseitigen, lebhaften Tentakeln am Boden und atmet nur noch flach, seine unzähligen Arme liegen in den schweren Ketten der Vorschriften und so verkümmert die städtische Vielfalt in Basel langsam, aber sicher.

Ältere Beiträge Nächster Beitrag

Was Dir auch gefallen könnte

Keine Kommentare

Hinterlasse eine Nachricht