Mama-Kind 2
Familie, Persönliches & Gedanken

Ein Hoch auf alle Mamas!

Heute, als ich nachmittags komplett übermüdet vom Büro zum Kindergarten lief, um meine Kleine abzuholen, kam ich an der hiesigen Musikschule vorbei. Hier stand ein geparktes Auto und darin sass ein Mami, das auf sein Kind wartete und die paar ruhigen Minuten nutzte, um im Auto ein kleines Nickerchen zu machen. Ich war ganz bei ihr! Dieses ausdrucksstarke Bild, das mich schmunzeln liess, veranlasste mich gleichzeitig diesen Beitrag zu schreiben. Und auch wenn es schon zig tausende solcher Texte gibt auf dem Netz, schliesse ich mich mit diesem allen andern an, denn es kann gar nicht genug darüber geschrieben werden, was Mamis alles leisten.

Aller Anfang ist schwer

Bei uns hat nach den Sommerferien der Kindergartenalltag angefangen. Da ich vor über vier Jahren nach dem Mutterschaftsurlaub gleich wieder zurückkehrte in den Arbeitsalltag (erst 40%, später dann 60%) und wir uns deshalb frühes Aufstehen und Fremdbetreuung bereits gewohnt waren, ging ich davon aus, dass uns die Umstellung leicht fallen würde. Doch aller Anfang ist schwer. An das tägliche Aufstehen und das neue Umfeld musste sich meine Tochter erst gewöhnen und als sei dies nicht bereits genug, fing sie sich leider gleich in der ersten Kindergartenwoche auch noch die erste Grippe der Herbst-Winter-Saison 18/19 ein. Das hiess zwei Wochen schlaflose Nächte und müssige Diskussionen mit dem Ex-Mann. Auch wenn ich von der Grippe verschont blieb, setzten mir der konstante Schlafentzug, der neue Rhythmus und die emotionale Komponente des Neuanfangs doch mehr zu als angenommen.

Koordination par excellence

Unterdessen sind wir in der vierten Woche und haben den Dreh langsam raus. In dieser Woche steht am Dienstag Kindergarten-Znüni auf dem Programm (die Kinder bereiten da ihr Znüni gemeinsam im Kindergarten zu), mittwochs steht der erste Turnunterricht an und donnerstags ist dann bereits Elternabend. So jongliere ich all unsere Termine Tag ein Tag aus, überlege mir beim Putzen der Küche, was ich der Kleinen morgen leckeres und gesundes in ihre Znünibox lege. Beim duschen am morgen fällt mir ein, dass ich ihre Sportkleider noch bügeln und in den extra angeschafften Turnbeutel packen muss, damit sie dann auch bereit ist für die erste Turnstunde. Ich versuche die Freizeit der Kleinen so zu gestalten, dass sie einerseits Ruhe für sich und zum selbständigen Spielen findet und dass gleichzeitig noch Zeit bleibt, um ihre Freunde zu treffen, die sich allesamt selbst noch im Kindergartenalltag einfinden müssen. Hier herum organisiere ich dann noch mein Arbeitspensum und finde mich wenn immer möglich im Geschäft ein.

Es geht allen gleich

Im Austausch mit anderen Mamis erfahre ich immer wieder, dass es nicht nur mir so geht. Dass nicht nur ich zwar die ganze Woche schon an den „Zeigitag“ im Kindergarten denke und die Kleine mental darauf vorbereite, ihn dann aber am besagten morgen fast vergessen hätte. Dass auch andere unsicher sind, ob die Kleinen am Kindergartennachmittag einen Rucksack inkl. Wasserflasche mitnehmen müssen oder nicht. Dass auch andere Mamis arbeiten, Termine jonglieren müssen und Grosseltern bei der Betreuung mithelfen. Und dass auch sie Ängste und Unsicherheiten der Kleinen abfangen müssen und schlaflose Nächte durchmachen.

Ein Hoch auf alle Mamas!

Mamis leisten einfach unglaublich viel. Vieles, das Nicht-Mamis (ob weiblich oder männlich) nicht erkennen können, da sie halt eben nicht Mamis sind. Und egal ob da ein Kind ist oder es deren viere sind, ob das Mami berufstätig oder Vollzeit zu Hause ist, alleinerziehend oder nicht, der Vater oft weg ist oder viel zu Hause – das Koordinieren, Jonglieren und Organisieren in und zwischen den Wirkungskreisen Familie, Haushalt und Beruf liegt (meist ganz) bei den Mamas. Und nebst all dem ist da die emotionale Komponente, die unglaublich tiefe Mutter-Kind-Bindung, die von so vielen unterschätzt wird, die aber jedes Mami auf ihre persönliche Art und Weise einnimmt. Und weil Mamis so vieles leisten, das so oft nicht gesehen und geschätzt wird: Ein Hoch auf alle Mamas!

An dieser Stelle im Speziellen ein Hoch auf all meine Freundinnen, die derzeit auf sich selbst gestellt sind und auf all jene, die nach der Babypause wieder in den Beruf zurückkehren! Ihr seid euren Kindern wunderbare Mamis und sie könnten sich kein besseres wünschen!

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